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Büsum

aus der Vogelpersektive

Bis 1585 war Büsum, das 1140 das erste Mal erwähnt wurde, eine Insel und hieß damals Büsen oder Busen. Der Name bedeutet: mit Gras und Binsen bewachsene Insel. Mit dem Bau des Wardammes entstand eine dauerhafte Landverbindung. Im Mittelalter schützte ein Deich, der heute nur noch in Resten erhalten ist, den Ort. Durch die ständige Bedrohung des „Blanken Hans“ wuchsen die Deiche, zuletzt nach der Sturmflut von 1652 bis auf eine Höhe von 8,50 Metern.

Kutterregatta

Einmal im Jahr findet in Büsum die Kutterregatta statt, sie ist der traditionelle Höhepunkt aller Büsumer Feste...

Früher lebten die meisten Büsumer vom Fischfang, bei Ebbe ging man mit sogenannten Schiebehamen auf Krabbenfang. Die motorisierten Fisch- und Krabbenkutter ließen die Fischerei um 1900 herum aufblühen, 1902 entstand eine kleine Schiffswerft, 1905 wurde der Hafen ausgebaut. Ende der 30iger Jahre gab es 132 Fischkutter, heute sind es noch ca. 40 hochmoderne Kutter die, die Büsumer Spezialität schlechthin, unsere Büsumer Krabbe fangen. Im Museum am Meer sind alle Informationen zu Thema Küsten- und Krabbenfischerei und Tourismus eindrucksvoll zusammengestellt.

Der Nordseedeich

Kein Land ohne Deich. Kein Deich ohne Land.

Den Deichbau allgemein hat man von den Holländern gelernt, der alte Deich wurde um 1400 und der neue Deich, 11,74 Meter hoch, wurde 1940/1941 überwiegend von Kriegsgefangenen gebaut, deshalb heißt er im Volksmund „Russendeich“. Die Schafe auf unseren Deichen dienen nicht nur als „Rasenmäher“ sondern treten auch die Grasnarbe fest. Wenn Sie Interessantes über die Entwicklung des Deichbaus erfahren möchten, ist ein Besuch des 2007 neu eröffneten Freilicht Deichmuseum sehr zu empfehlen, der Eintritt ist frei, entsprechende Flyer liegen hier aus.

St.-Clemens-Kirche Büsum

Im 15.Jahrhundert errichtet. Verstärkung der Westwand 1728. Bronzetaufbecken aus dem 13.Jahrhundert, im 15.Jahrhundert von dem Seeräuber Cord Widderich auf Pellworm geraubt.

Außerhalb der Öffnungszeiten des Museums erfahren Sie alles Wissenswerte bei einem fischereigeschichtlichen Spaziergang rund um die Hafenbecken 1 – 3. Der Flyer zum Museum und zum Rundgang liegt hier aus. Seefahrtsgeschichte kann man auch in der St.-Clemens-Kirche finden. Die prachtvolle Bronzetaufe entwendete der Seeräuber Cord Widderich, der Anfang des 15. Jahrhunderts hier sein Unwesen trieb, aus der Kirche zu Pellworm und „schenkte“ sie der Büsumer Kirche. Noch heute wird das Taufbecken bei den ca. 55 Taufen pro Jahr genutzt.

Heute hat sich Büsum, mit etwa 13.000 Gästebetten, zum größten Seebad Dithmarschens entwickelt. In dem reizvollen Fischereihafen mit dem kleinen Leuchtturm, den Krabbenkuttern und Ausflugsschiffen gibt es immer etwas zu erleben. 1817 begann der Fremdenverkehrs mit einer kleinen Badestelle, 1837 wurde das Nordseebad Büsum gegründet, bereits 1886 erreichte die Zahl der Gäste die 1000er Marke und kurz darauf standen die ersten Strandkörbe am Strand und die Kurtaxe wurde eingeführt.